Christiane Cloete

Es ist früh am Morgen. Während ich langsam aufwache, sehe ich die Sonne die durch´s Fenster scheint, während der Wind sanft unsere Vorhänge bewegt. Ich strecke mich aus und rieche den Geruch von frischem Rooibostee, der neben meinem Bett steht.

Soweit der Plan.

Die Realität: Ca. 6.30 Uhr in Freiburg. Kleine Füsschen trappeln über den dunklen Flur, schleichen sich in unser Schlafzimmer und krabbeln mit den Worten: „Ist schon Aufstehzeit?“ in unser Bett. Ja, wenn du schon mal da bist ist jetzt wohl Aufstehzeit. 😀

Zum Glück ist das halb so wild, denn ich war noch nie ein Langschläfer.

In den frühen Morgenstunden bin ich am kreativsten. Dann, wenn draußen noch alles still und die Welt noch nicht aufgewacht ist. Durch´s offene Fenster ist nur Vogelzwitschern zu hören.

Ich liebe diese erste Zeit des neuen Tages, wenn der Tag noch völlig unberührt und neu ist und voller Abenteuer die darauf warten entdeckt zu werden. Dann kommen mir die besten Ideen.

Ich genieße es, diese Zeit und Ruhe für mich allein zu haben.

Trotzdem bin ich ein absoluter Familienmensch und liebe es, meine Familie und Freunde um mich zu haben, bei gutem Essen mit ihnen Zeit zu verbringen und so wertvolle Erinnerungen zu schaffen. Zu weinen und zu lachen bis uns der Bauch weh tut, zusammen mit den Menschen, die einen durch´s Leben begleiten.

Ich liebe es, in der Natur zu sein, den Duft der Blumen auf dem Feld und den Geruch der Erde im Wald, wenn sie noch nass ist vom Regen. Den kühlen Nebel in den Bergen, der einen das Tal nur erahnen lässt und die Sonne, die langsam am Horizont aufzieht.

Ich sehe Schönheit in kleinen wie in goßen Dingen und die wichtigsten Werte sind für mich Respekt, Ehrlichkeit und Vertrauen.

Zu guter Letzt verrate ich Euch noch ein Geheimnis… Zwei Eigenschaften, die ich gerne abgeben würde:

Obwohl ich mir die absurdesten Dinge wie Filmzitate mühelos merken und ganze Comedyszenen rezitieren kann, was sehr lustig ist, scheint mein Hirn einen eingebauten Filter für Dinge wie zB Elternabende im Kindergarten zu haben – wann war der nochmal? 😀

Und: Trotz meiner Hingabe zu Koch- und Backkreationen schaffe ich es einfach nicht Waffeln zu machen. Ihr habt richtig gehört, simple und einfache Waffeln. Im Waffeleisen. Meine armen Kinder sind jedesmal begeistert, wenn sie bei den Nachbarn eingeladen werden. Ich habe mir sogar schonmal ein Rezept und ein Waffeleisen ausgeliehen mit dem es „immer klappt“. Äh, ja… 😀

Mehr Dinge die ich mag findet ihr unter „Herzensdinge“.

Unsere Liebesgeschichte

Die Blechhütten entlang des Highway schienen endlos, die Luft war heiß und erfüllt von Kinderlachen, Musik und den Motorgeräuschen der Autos. Fremdklingende Sprachen drangen an mein Ohr, gesprochen von Frauen in bunten, wild-gemusterten Kleidern und Röcken. Einige von Ihnen trugen Krüge, Wasserkanister oder Pakete auf ihrem Kopf. Sie lachten ausgelassen und ihre Augen funkelten als sie uns zuwinkten.
Ich hatte einen Nachtflug hinter mir und war müde und dennoch zu aufgeregt um diese Müdigkeit zu bemerken. Wir fuhren dem Tafelberg entgegen und hielten an einem wunderschönen weißen Haus. Als ich eintrat, kam er mir gerade entgegen, offensichtlich auf dem Weg zur Arbeit. Er lächelte kurz und sagte freundlich „Hallo!“, dann war er auch schon weg.
Bis dahin hatte mein 19-jähriges Herz bereits mehrere Aussetzer gehabt.
Schon an diesem ersten Tag konnte ich es nicht erwarten, dass er von der Arbeit kam. Ich wollte ihn schließlich besser kennenlernen!
Noch wusste ich nicht, dass es ihm tatsächlich genauso ging!
Die folgenden Monate waren aufregend und erfüllt mit vielen neuen Eindrücken. Ich war erst einmal vorher in Südafrika gewesen, in einer völlig anderen Gegend als Kapstadt. Tagsüber arbeitete ich mit Kindern aller Altersgruppen in verschiedenen Armenvierteln und sobald Danny Feierabend hatte, machte er für mich den Touristenführer. Wir verbrachten viel Zeit am Meer, saßen stundenlang im Sand, unterhielten uns, machten Musik und beobachteten die Wellen und den Sonnenuntergang.
Unsere Gespräche gingen tief und irgendwann war klar: Wir sind füreinander geschaffen. Er ist alles, was ich mir jemals vorgestellt hatte. In seinen Armen kann ich mich fallenlassen, kann komplett entspannen und alles um mich herum vergessen.
Er ist der starke Fels, der immer da ist und meine Hand hält, egal was kommt und der mich ermutigt und stärkt. Er stellt sicher, dass ich meinem Traum folgen kann, hält mir den Rücken frei und ist jeden Schritt an meiner Seite. Vom ersten Tag an als ich Danny sah bis heute ist es gleich geblieben: Ich kann es nicht erwarten dass er nach der Arbeit nach Hause kommt um jede Minute mit dem Mann zu verbringen, der mir in Afrika das Herz gestohlen hat.

Herzensdinge