5 Tips um herauszufinden, was Ihr wirklich wollt für Eure individuelle Hochzeit

Wir saßen um unseren Küchentisch und sprachen über Farbkonstellationen. Es war ein warmer Oktobertag und ich hatte einen Abgabetermin für eine Ausarbeitung in der folgenden Woche. Mein Studium der Sozialen Arbeit lief gut und machte mir sehr viel Spaß. Trotzdem häuften sich die zu erledigenden Dinge in meinem Kopf und jetzt wo wir parallel auch noch eine Hochzeit planen sollten war ich umso dankbarer für meine Kenntnisse in Zeit-Management, die sich praktisch anwenden ließen.

Wir hatten beschlossen, uns eine Stunde Zeit zu nehmen um ein Thema und ein Farbschema für unsere Hochzeit im folgenden Jahr festzulegen.

Pinterest gab es noch nicht mal und so spielten wir mit Farben, die wir mochten und entschieden uns letzten Endes für Blau wie das Meer und Creme wie der Sandstrand – beides spielte eine große Rolle während der Zeit unseres Kennenlernens in Südafrika. Diese Farben repräsentierten uns, daher war es perfekt.

Wenn ich jetzt zurückschaue wird mir bewusst, wie wenig Ressourcen und Einfluss wir „von außen“ hatten. Es schien, als sei alles was wir entschieden bereits in uns, in unseren Köpfen, definiert davon, wer wir waren und das wir erkannt haben, was uns repräsentiert.

Das zu tun kann jemandem sehr leicht fallen, es kann aber auch richtig hart sein.

Es gibt so viele Traditionen, so viel „das macht man halt so“. Vielleicht hat deine beste Freundin „es auch so gemacht“ und dazu kommen dann noch so viele Erwartungen von anderen Menschen, Familienmitgliedern. Da gilt sich, sich abzugrenzen, damit ihr im Endeffekt Euer Fest für EUCH plant, und nicht für Tante Irmgard!

Hier sind 5 Tips um herauszufinden, was ihr wirklich wollt an Eurer Hochzeit:

  1. Farbe: Eure Lieblingsfarbe ist schwarz? Wieso nicht? Kombiniert mit Weiß und Gold sieht das sehr elegant aus! Oder verschiedene Grüntöne? Perfekt! Um herauszufinden, was Euch am besten gefällt, macht einen Spaziergang durch euer Haus. Was spricht Euch an? Welche Farben, Formen, Oberflächen (glatt und klar oder Holz) gefallen Euch am Besten?

    Oder: Blätter durch Zeitschriften und schneidet Bilder aus, die zu Euch sprechen, Euch gefallen. Dann sucht nach Gemeinsamkeiten in diesen Bildern.

  2. Schriftarten (für die Einladung, das Hochzeitsmenü, etc.): macht hier dasselbe: Blätter Zeitschriften durch und schaut Euch Buchcover an. Oder geht auf Eure Lieblingswebseiten und sehr nach, welche Schriftarten benutzt werden, welche Euch am Besten gefallen für Eure Hochzeit.
  3. Location: Es gibt so viele verschiedene Locations. Glashäuser, Gärten, Natur generell… Ihr fühlt euch vielleicht auf ganz natürliche Weise zu einer Location hingezogen. Falls nicht, denkt an die Geschichten, die Euch am besten gefallen. Finde sie statt an einem See im Wald, in einem Haus mit großem Garten oder am Strand? Vielleicht hast du dir als Kind sogar gewünscht, eines Tages ein kleines Haus mit einer Feuerstelle am Stand zu haben.
  4. Details/Dekoration: Das Farbschema, das ihr gewählt habt schließt möglicherweise bestimmte Blumen aus, während andere Blumen hervorragend dazu passen. Fragt Eure Floristin, welche Blumen in der jeweiligen Saison zur verfügung stehen und welche sie Euch empfehlen kann. Sucht nach diesen Blumen auf Pinterest um Euch Blumensträuße anzusehen und herauszufinden, was Euch gefällt.

    Verschiedene Blumen desselben Farbschemas? Viel Grün mit einigen wenigen Farbtupfern? Tobt Euch aus, es gibt keine Regeln! Der „Rosenball“-Brautstrauß ist schon lange out! 😉

  5. Das Kleid: Denk daran: Auch wenn es wunderschön ist, solange du dich fühlst als würdest du zu einer Kostümparty gehen, wird es nicht funktionieren. Das Kleid muss zu dir passen! Es muss nicht nur deine Figur unterstreichen sondern auch deinen Charakter! Du bist eher der Hippie-Braut-Typ? Dann passt ein fließendes Spitzenkleid besser als ein Meerjungfrauen-Schnitt. Du hast deine eigene Firma? Dann ist es womöglich genau andersrum!

    ABER: Auch hier gibt es keine Regeln, außer, dass du dich wohlfühlen musst!
    (Ein kleiner Tip, den alle meine Bräute auch in meinem Wedding-Guide zu lesen bekommen: Keine Ärmel sind meistens eine schlechte Idee. Du kannst noch so dünn und trainiert sein, früher oder später wird doch Haut unvorteilhaft herausschauen. Versuch es! Setz dich hin im Kleid, lass dich umarmen, beuge dich vornüber und entscheide dann, ob das für dich in Ordnung ist oder nicht.)

  6. Und am wichtigsten: HABT SPASS beim Planen!